UedemEinzigartig — lebenswert und liebenswert

Bürgerinitiative für eine wirksamere und günstigere Alternative zum Bau einer B67n als geplant

Was bisher geschah


Am 11.12.2017 haben sich ca. 20 Teilnehmer bei widrigsten Witterungsbedingungen getroffen. Hier ein Auszug der Gesprächsunterlage:

Gesprächsunterlage UedemEinzigartig 11.12.2017

Schwerpunktthema war das Ergebnis der Eingaben zum Regionalplan und die Abstimmung zukünftiger Aktivitäten.

__________________________________________

Unsere aktuellsten Eingaben vom 01.11.2017:

Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen


Hier stellvertretend für die vielen Darlegungen der Initiative drei Beispiele. Anschließend kannst Du Links zum Öffnen weiterer Darlegungen aufrufen:


Dr. Guido Lülf          Uedem, den 19.09.2000                                                                                     

Bürgerinitiative “Lebenswertes Uedem“

Folgende Gedanken, Anmerkungen und Forderungen sind Grundlage unserer Initiative:

Argumente, warum eine B67n im Osten verhindert werden muss und eine weiträumige Neuplanung der L5n notwendig ist, zur Verbesserung der unerträglichen innerstädtischen Verkehrssituation.

Zur Verkehrsentlastung von Uedem

Der Bau der B67n dient nur überregionalen Verkehrsinteressen. Es soll nur eine Ausweichstrecke für den überregionalen Schwerlastverkehr entstehen, um den Warentransport aus den niederländischen Ballungszentren (Nijmwegen, Arnehim, Apeldoorn etc.) zu vereinfachen.

Als Umgehungsstraße für Uedem jedoch hat diese „kleine Autobahn“ keine entscheidende Bedeutung! Im Gegenteil wird durch das Vorhandensein einer schnellen Quertraverse -von der A57 zur A3 und weiter bis hin zur A31- zusätzlicher Verkehr aus dem Raume Goch angezogen, der dann vor allem die L5n als Anfahrt zur B67n und dann weiter zur A3 benutzt. Es würde also zu einer erheblichen Mehrbelastung von Abgasen und Lärm in und um Uedem herum führen! Von den zusätzlichen Gefahren -für Mensch und Tier- durch den enormen zusätzlichen Überlandverkehr ganz zu schweigen. Die Unfallstatistiken der entsprechenden Rennstrecken im Raume Kleve sprechen hier eine deutliche Sprache! (Bisher fünf Tote an der B 67 Kervenheim)

Der Bau einer Ortsumgehung, die diesen Namen auch verdient, ist unumgänglich, um die chaotischen Verkehrsverhältnisse im Innnenstadtbereich zu beruhigen. Aber bitte doch mit ein wenig mehr Sachverstand bei der Linienplanung.
Warum stehen einer weiträumigeren Straßenführung der L5neu Umweltschutzargumente im Weg, wenn zum einen das entsprechende Gutachten dies nicht bestätigt, zum anderen bei der Planung der B67n offenbar keine umweltbedingten Aspekte dem Projekt entgegenstehen, obwohl ungleich viel mehr Kulturland vernichtet wird.

Zum Umweltschutz

Eine einzigartige Landschaft direkt in Uedem soll für immer zerstört werden. In einer Zeit in der der Wert einer naturnahen Landschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, mutet der Versuch, die B67n direkt durch ein derart wichtiges Naherholungsgebiet zu legen, fast schon grotesk an.
Wann begreift man nur endlich, daß Menschen saubere Luft, frisches Wasser, Wiesen, Wälder und Ruhe benötigen, um in einer immer hektischeren Welt bestehen zu können. Zerstörte Landschaften gibt es doch nun wirklich genug. Die einzigartige Tier- und Pflanzenwelt direkt in dem ausgewiesenen Planungsgebiet der B67n wäre für immer dahin. Statt dessen müßten wir Bürger uns mit den erhöhten Schadstoffwerten von Blei, Cadmium, Stickoxyden, und erheblichen zusätzlichen Lärmemissionen auseinandersetzen. Und warum dies alles, nur damit der holländische Transitverkehr eine zusätzliche Entlastungsstrecke bekommt? Wehe den Uedemern, wenn dann in Zukunft noch eine Autobahngebühr erhoben werden sollte.

Zur Industriesituation von Uedem und den Entwicklungspotentialen

Die geplante B67n hat nur für Speditionen eine relevante Bedeutung. Wer Uedem zu einer LKW-gerechten Stadt machen will, die sich vor allem für holländische Speditionen empfiehlt und anbietet, der vergißt völlig, daß das höchste Gut der Gemeinde, die noch halbwegs intakte Naturlandschaft ist.
Die Neubürger sind nicht der Arbeit wegen nach Uedem gezogen (gelockt worden), sondern vor allem um der liebens- und schützenswerten Landschaft.
Ein Entwicklungskonzept für die Gemeinde Uedem, welches Sinn macht, orientiert sich vielmehr an der Weiterentwicklung und dem Ausbau von Fremdenverkehr und Tourismus. Diese Chance würde durch den Bau der B67n für immer zunichte gemacht. Wer will schon neben einer „kleinen Autobahn“ Urlaub oder nur einen erholsamen Spaziergang machen.
Uedem der liebenswerte Ort am Niederrein? – Uedem die LKW-gerechte Stadt mit Entwicklungspotential für große Speditionen????

Aus den hier aufgeführten Gründen setzt sich die Bürgerinitiative mit allem Nachdruck für folgende Ziele ein:

  1. Sofortiger Stop der B67n — für alle Planungen und Realisierungswünsche
  2. Änderung der Linienführung der L5n
  3. Wir fordern die Ratsmitglieder der Gemeinde auf, alles in Ihrer Macht stehende zu tun, um das Projekt „Weiterführung der B67n“ zu stoppen und eine zügige Änderung der L5n Linienplanung herbeizuführen.
  4. Wir fordern die entsprechenden Entscheidungsträger auf, in einen konstruktiven Dialog mit uns einzutreten, um eine baldmöglichste Entlastung für die innerstädtische Verkehrssituation zu finden und mit den Bürgern für ein lebenswertes Uedem einzutreten.

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LWU Projektgruppe Uedemerfeld / Uedemerbruch       30-11-09

Hier: Anmerkungen zum aktuellen Linienbestimmungsverfahren der B67n zwischen Kalkar Kehrum und A57

Problemstellung

Der geplante Abschnitt des Baus der B67n zwischen dem Bereich Kalkar Kehrum und A 57 / Kervenheim geht auf Planungen zurück, die bis in die 1960er Jahre zurückreichen.

Angedachte Linienführungen durch das Uedemerbruch scheiterten in den 1980er Jahren an erheblichen Widerständen im Planfeststellungsverfahren.

Auch die seit Ende der 1990er Jahre wiederaufgenommenen Planungen führten insbesondere in Uedem zu massivem Widerstand, die 1999 zur Gründung der Bürgerinitiative LWU führten und nachfolgend heftige Auseinandersetzungen nach sich zogen.

Insbesondere die geplante Linienführung durch den engen Korridor / Flaschenhals zwischen Hoher Mühle / Katzenberg / Neubaugebiet Bergstraße und der Höfereihe Uedemerfeld birgt unverändert hohes Konfliktpotential:

Ziel der Bundesstraßenplanung ist die Sicherung eines regional ungestörten Verkehrsflusses, während die Gemeinde Uedem primär eine Reduktion des unzumutbaren innerörtlichen Durchgangsverkehrs (insbesondere Gustaf-Adolf-Str.) anstrebt.

Den bisherigen Planungen stehen allerdings im Bereich der geplanten Linienführung – ohne ergänzende Maßnahmen – unverändert große Probleme gegenüber:

  • Die Zerstörung der überregional bedeutenden und herausragend gut erhaltenen Kulturlandschaft der Niederrheinischen Hufesiedlungen (= spätmittelalterliche Streifensiedlungen) in Uedemerfeld durch irreversible Zerschneidungseffekte, die außerdem zur vollständigen Abtrennung bzw. Isolation des Ortsteiles Uedemerfeld vom örtlichen Gefüge Uedems führen würden.

Auf die Bedeutung speziell dieser Kulturlandschaft wurde bereits in einer Reihe von Fachbeiträgen hingewiesen, die über dt. Universitäten hinaus auch von niederländischen Wissenschaftlichern in ihrer europäischen Bedeutung erkannt wurde und folglich regelmäßig Ziel universitärer Exkursionen sind.

Ansätze, bei dem eine Trasse der B67n in der Ebene, ggf. sogar auf einem Wall durch den genannten Korridor geplant würde, werden zu massivem Widerstand führen.

  • Gravierend negative Auswirkungen auf das direkt angelagerte und jüngst eingerichtete Naturschutzgebiet Uedemer Bruch und den darüber hinaus angestrebten Biotopverbund.
  • Erhebliche Beeinträchtigung der Lebensqualität betroffener Anwohner in den Spitzenlagen Uedemer Wohngebiete wie auch in Uedmerfeld in erster Linie durch Lärmemissionen, die sich durch die verkehrliche Sogwirkung einer neuen Straßenverbindung       weiter verstärken würden.
  • Erhebliche Beeinträchtigung der Erholungsqualität im Zentralbereich des für Uedem wichtigsten Naherholungsgebietes.
  • Weitere Einschränkungen für die Landwirtschaft, wie auch für betroffene Anwohner.

Aufgrund der genannten Probleme erscheint es daher sinnvoll – über die reine Fokussierung auf Belange des Straßenbaus hinaus – bei der Realisierung dieser strittigen Straßenplanung einen integrativen Ansatz vorzusehen, der ergebnisoffen neben den Planern die Träger öffentlicher Belange (verschiedenste Wissenschaftler und Fachleute wie die Beauftragten für den Schutz der Kulturlandschaft, Naturschutz, Bodendenkmalpflege etc.), Interessengemeinschaften der betroffenen Grundstückseigentümer und Anwohner sowie der Landwirtschaft auf Dialogebene zusammenführt.

Für die Initiative LWU, Siegwart zu Eulenburg

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Initiative LWU LebensWertesUedem                                                                                 3. April 2016

Eingabe zum BVWP 2030       Int. Nr. 258 – 260      OU Uedem (A57 – L174)

B67n zwischen Kalkar-Kehrum und A57 (OST-Variante)

Hintergrund

  • Planung B67n Abschnitt zwischen Kalkar Kehrum und A57 / Kervenheim seit den 1960er Jahren.
  • Geplante Linienführung durch das Uedemerbruch scheiterten in den 1980er Jahren an erheblichen Widerständen im Planfeststellungsverfahren.
  • Seit Ende der 1990er Jahre wiederaufgenommenen Planungen führen insbesondere in Uedem zu massivem Widerstand. 1999 Gründung Bürgerinitiative LWU gegen neue Linie B67n durch Uedemerfeld. Nachfolgend heftige Auseinandersetzungen; erste Demo Uedems.

Aktuell geplante Linienführung birgt unverändert hohes Konfliktpotential.

Ziel BVM ist Sicherung regional ungestörten Verkehrsflusses mittels zweispurigen Neubaus (2 + 2 erweiterte Überholstreifen). Auf lokaler Ebene erhoffen sich Vertreter Gemeinde Uedem primär Reduktion des unzumutbaren innerörtlichen Durchgangsverkehrs.

Ab 2011 Gespräche von Vertretern LWU mit verschiedenen Trägern öffentlicher Belange, Bürgermeister von Uedem, Vertretern StrassenNRW, MdB Pofalla. Konsens über integrativen Ansatz, der neben Planern StrassenNRW, Trägern öffentlicher Belange (Wissenschaftler und Fachleute wie die Beauftragten für den Schutz der Kulturlandschaft, Naturschutz, Bodendenkmalpflege etc.) Interessengemeinschaften betroffener Anwohner und Grundstückseigentümer sowie Landwirtschaft informieren und auch in Teilen zusammenführen soll. Dies steht noch aus.

Aktuelle Sachlage und Folgen im Falle einer Realisierung einer OST-Variante B 67n :

(Planerisch bisher vorgesehene Trasse)

  • Unverändert in hohen Maße konfliktträchtig.
  • Zerstörung der überregional bedeutenden u. herausragend gut erhaltenen Kulturlandschaft der Niederrheinischen Hufe-Siedlungen (= spätmittelalterliche Streifensiedlungen) in Uedemerfeld durch irreversible Zerschneidungseffekte. Zerstörung der Hohlwege und Abtrennung der Ortsteile Uedemerfeld & Uedembruch vom örtlichen Gefüge Uedems.
  • Negative Auswirkungen auf direkt angelagertes und erst 2011 eingerichtete Naturschutzgebiet Uedemerbruch und den darüber hinaus angestrebten Biotopverbund.
  • Verkehrliche Sogwirkung bei B67n OST-ariante. StraßenNRW selbst rechnet mit massiver Verstärkung der Lärm- und Abgasemissionen, durch Bündelung von Verkehrsströmen ( Prognose > 15.000 PKW / Tag), die sich bisher flächig verteilen.
  • Bewirtschaftbarkeit der LW-Flächen nicht mehr direkt gegeben, für betroffene Anwohner Abtrennung von anderen Dorfteilen).
  • Zerstörung des wichtigsten Naherholungsgebietes von Uedem.

Realisierung B67n in geplanter Form (OSTvariante) führte – weit über partikulare und lokale Interessen hinaus – zur unwiederbringlichen Zerstörung eines Natur- und Kulturgutes überregionalen Rangs.

Aktuelle Forschungsergebnisse zur Wertstellung des betroffenen Bereiches

Diverse aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse und -aktivitäten über das Biotop und die Kulturlandschaft Uedemerbruch- und Uedemerfeld liegen vor:

  • 2014 LVR-Fachbeitrag Landschaftliche Kulturpflege
  • 2013 Fachbeitrag Kulturlandschaft zum Regionalplan Düsseldorf
  • 2012 Pilotprojekt zur Natur- und Kulturlandschaft Uedemerfeld und – bruch (Integrativer Ansatz des Naturschutzzentrums Kreis Kleve, der Universität Koblenz und dem LVR)
  • 2011 Einrichtung das Naturschutzgebietes Uedemerbruch (Befindet sich unmittelbar entlang der aktuell geplanten Trasse)
  • 2010 Landschaftsplans Kreis Kleve Uedem Nr. 8
  • 2007 Grundlagen für die Landesplanung (LEP) mit Fachgutachten. (Hrsg. Landschaftsverband Rheinland und LWL)

Dem Kulturraum Uedemerfeld / Uedemerbruch (Die aktuell geplante B 67n Trasse zerschnitte mittig das als schützenswert erkannte Areal) wird ein besonders schützenswerter Status eingeräumt.

Neben betroffenen Bürgern, inkl. LWU, die wie schon 2000 ff. Planungsbüros und rechtliche Ratgeber mandatiert haben, sind diverse Träger öffentlicher Belange erklärtermaßen kontrovers in Bezug auf die aktuelle Trassenplanung (Wissenschaftler in Natur- und Kulturlandschaftschutz, Rheinisches Amt für Bodendenkmalpflege (allein mehrere Bodendenkmäler im Bereich der geplanten Trasse), Baudenkmalpflege etc.)

Lösungsalternative: B67n WEST-Variante

Aufgrund des grundlegend neuen Sachstandes regen wir an, jene Überlegungen wiederaufzugreifen, die schon 2001 von öffentlicher Seite ins Gespräch gebracht und bislang nicht weiterverfolgt wurden:

Lückenschluss zwischen Kalkar und A57 über weiten Bogen westlich von Uedem

(u.a. Umwidmung L5 und geplanten L5n Trasse zur B67n)

VORTEILE

  • Sicherstellung des überregionalen Verkehrsflusses
  • Schutz des o.g. herausragenden Natur- und Kulturraums
  • Möglichkeit der zügigen Realisierung (sämtliche Parteien inkl. der von der L5n betroffenen Bürger haben sich FÜR den Bau einer Ortsumgehung westlich von Uedem ausgesprochen)
  • Erhebliche Reduktion der Baukosten im Vergleich zu einer B67n östlich von Uedem, Nutzung bestehender Verkehrswege.

Für die Initiative LWU, Siegwart zu Eulenburg


Dieser Link öffnet den Brief von Pastor Schuck von der Evangelischen Gemeinde in Uedem an Ministerin Bärbel Höhn: Pastor Michael Schuck an Ministerin Bärbel Höhn


Dieser Link öffnet den Entwurf der Resolution zum Bau der L 5n (westliche Ortsumgehung von Uedem): 2006-06-06 Resolution L5n


Dieser Link stellt in einer Zusammenfassung Pro und Kontra der Realisierung einer B67n gegenüber: Konsequenzen Pro und Kontra


Dieser Link öffnet: Weitere Aspekte zum Bauprojekt B67n


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2 Kommentare zu “Was bisher geschah

  1. Betr.: Bau der B67n diagonal durch den Gochfortsberg in Uedem

    Die im Linienbestimmungsverfahren des Landesstraßenbauamtes NRW festgelegte Strecke der B67n soll unterhalb des Mühlenberges und des „Scholtenlöwekens“ durch wertvolles Ackerland verlaufen, sodann den besonders schützenswerten, weil ursprünglich erhaltenen 700m langen Hohlweg „Am roten Berg“ zerschneiden, dann weiter entlang des „Pilgerweges“ ein wichtiges Rückzugsgebiet für Reh, Fuchs und Dachs zerstören, sodann auf einem hochgelegten Damm bei der Kate „Biesenlohe“ die Bergstraße queren und anschließend diagonal durch den Höhenzug des Gochfortsberges bis etwa zur Moostekath in Steinbergen verlaufen und weiter zur A57.
    Blick vom Gochfortsberg1
    Blick vom Gochfortsberg2
    Man schlägt die Hände über dem Kopf zusammen! Wie ist es nur möglich, einen derartigen Frevel an der Natur-und Kulturlandschaft zu planen? Antwort: weil es am Schreibtisch in den Planungsbüros, auf einer Landkarte alles so logisch und naheliegend aussieht. Es ist nämlich die kürzeste Strecke von A nach B. Anscheinend war niemand von den Planem je hier herausgefahren, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Stattdessen wurden Gutachter bestellt, die die Flora und Fauna vor Ort kartieren sollten. Alles im grünen Bereich, wurde danach resumiert, ungeachtet der selten dichten Steinkauzpopulation. Jedoch ist der Gochfortsberg selbst gar nicht geprüft worden, lediglich auf der Ostseite unterhalb des Höhenzuges ein etwa 200m breiter Feldmarkstreifen.
    Blick vom Gochfortsberg3
    Daher ist es zwingend notwendig, einmal anzuführen, was den Höhenzug vom Roten Berg bis zum Gochfortsberg, der nun diagonal aufgespalten werden soll, so wertvoll macht: seine Abgeschiedenheit! Nur ein paar Feldwege gibt es hier, sonst aber Rinderweiden, Felder, baumbestandene Hohlwege, kleine Gehölze auch, Stille! Wandert man oben auf dem Feldweg von Nord nach Süd, so hört man allüberall die Lerchen jubilieren. Hier, auf ungenutzten, grasbewachsenen Wegen, können sie ungestört brüten. Ein letztes Rückzugsgebiet! Ebenso für Feldhasen und Rehe. Unvorstellbar, dass diagonal ein Trog durch den Berg gebaggert werden soll, durch den dann die Bundesstraße mit ihrem tosenden Verkehr verläuft. Die Stille, das Feldlerchenrefugium, dieses Paradies wäre unwiederbringlich dahin!
    Blick vom Gochfortsberg4
    Auch für uns Menschen wäre es ein schlimmer Verlust. Der Blick von dort oben rings in die so überaus friedvolle Landschaft wäre nicht mehr möglich. Denn niemand möchte dort noch wandern, entlang einer stark befahrenen Bundesstraße.

    Annabel de Beauregard, Uedem

    Gefällt 1 Person

    • Wunderbar, wie Sie mit Ihrem Kommentar eindrücklich vermitteln, was es zu bewahren und was es zu vermeiden gilt. Wie in Ihren Büchern auch. Mehr echte und tief empfundene und verwurzelte Heimatverbundenheit geht nicht. Heimat bedeutet doch das, was man liebt, womit man untrennbar verbunden ist und was man darum hegt und pflegt und in Einklang mit der Natur gestaltet und kultiviert. Dieser Prozess bringt über Generationen eine Landschaft hervor, in der der Mensch sich wohl fühlt. Das ist von unschätzbarem Wert. Viel, viel wertvoller als ständig möglichst schnell zu sein, schnell von A nach B zu kommen. Möge Ihre Stimme Gehör finden.

      Gefällt 1 Person

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